Von Facebook, Whatsapp und absurden Zahlen

Von Facebook, whatsapp und absurden Zahlen – von Cornelia Müller (Scout24)

Aufgrund aktueller Anlässe, habe ich mir selbst einmal vor Augen geführt wie groß und zugegebenermaßen teils auch absurd die mobile Branche mittlerweile geworden ist. Wir sprechen hier von Zahlen & Summen, die sich so vor nur wenigen Jahren (vielleicht Monaten) hätte niemand ausmalen können. Anhand des Facebook/ WhatsApp Deals und der Games-Branche, möchte ich euch hier zwei Beispiele geben.

Facebook kauft WhatsApp für zweistellige Milliarden-Summe

Erst Ende letzten Jahres hat Melanie in ihrem Blogbeitrag darüber berichtet, dass WhatsApp erstmals Facebook als meistgenutzte iOS App abgelöst hat. Unter Android Nutzern hatte WhatsApp diesen Meilenstein bereits im Juli 2013 erreicht.

Es scheint als hätte Facebook dies nicht mehr länger auf sich sitzen lassen können, denn gestern wurde vermutlich die Mobile-Schlagzeile des Monats (auch wenn der Mobile World Congress noch bevorsteht) bekannt – Facebook kauft WhatsApp für die unglaubliche Summe von insgesamt 19 Milliarden Dollar (13,8 Milliarden Euro). Und das, obwohl Facebook selbst ja eigentlich schon einen eigenen Messanger Dienst hat. Aber das scheint für Facebook keine Rolle zu spielen, denn auch Instagram wurde einverleibt und jüngst hatte eine weitere Foto-Messaging App, Snapchat, ein Angebot über 3 Milliarden Dollar erhalten, dass diese allerdings abgelehnt hatten.

Zurück zum WhatsApp-Deal: Facebook soll dabei 4 Milliarden Dollar direkt bar bezahlen, 12 Milliarden werden in Facebook Aktien ausbezahlt. Zudem legt Facebook weitere Aktien im Wert von 3 Milliarden Dollar zurück, die innerhalb der nächsten 4 Jahre an Gründer und Mitarbeiter von WhatsApp gehen sollen.

Dieser Mega-Deal ist die größte Übernahme in der bisherigen Facebook Geschichte. Zum Vergleich: Für das soziale Foto-Netzwerk Instagram hatte Facebook damals 1 Milliarde Dollar bezahlt (damals als zu hohe Summe wahrgenommen, erscheint es ein knappes Jahr später fast schon wie „Peanuts“ – verrückte Online-Welt).

Mit nur 50 Mitarbeitern zählt WhatsApp weltweit 450 Millionen Nutzer (davon 30 Mio. in Deutschland). Mit einem täglichen Zuwachs von fast 1 Mio. Nutzer sieht sich Mark Zuckerberg WhatsApp auf dem zielstrebigen Weg dahin, weltweit bald 1 Milliarde Nutzer zu vernetzen. Und genau diese Reichweite ist es, die den Dienst für den Facebook Chef so interessant macht.

Aktuell bestätigen sowohl WhatsApp als auch Facebook, dass der Messaging Dienst unabhängig und unverändert bzgl. Marke, Kosten, Nutzerdaten, Werbung & Co. bleiben soll. Ziel sei es laut Zuckerberg zunächst das Wachstum weiter voran zu treiben, wie er die 19 Milliarden refinanzieren will, dazu äußerte er sich zunächst nicht.

Es wird sich also zeigen wie lange die Unabhängigkeit WhatsApps unter dem Dach Facebooks, dessen Geschäftsmodell eigentlich vor allem auf Nutzerdaten & Werbung basiert, möglich ist.

Ich bin gespannt ob sich Mark Zuckerberg auch am Montag in seiner Keynote auf dem Mobile World Congress in Barcelona nochmals zum Monster-Deal äußert…

Spiele beherrschen die Apps Welt

Wenn wir in der mobilen Welt schon von Summen in Milliarden-Höhe sprechen, ist es klar dass auch Apple noch ein Wörtchen mitzureden hat. So meldete Apple Anfang des Jahres einen Rekordumsatz von 10 Milliarden Dollar, die Kunden im Jahr 2013 für die „kleinen“ Smartphone-Anwendungen in Apples AppStore ausgegeben haben. Dabei wurden allein im Dezember 3 Milliarden Apps heruntergeladen, was zu einem Umsatz von 1 Milliarde Dollar und somit bisherigem Monats-Rekord führte.

Wenn man sich die Liste der umsatzstärksten Apps 2013 ansieht, fällt eines ganz schnell auf – diese Kategorie wird beherrscht von Spielen. So befindet sich nur eine einzige App unter den Top 10 (und auch nur bei Android), die nicht in diese Kategorie fällt.

 

Supercell, der Entwickler hinter „Clash of Clans“ und „Hay Day“ hat dabei allein in 2013 einen Umsatz von 672 Millionen Euro gemacht, und das mit nur zwei Spielen. Im März soll ein dritter Titel „Boom Beach“ folgen, in der Hoffnung den Erfolg von 2013 auch in diesem Jahr fortführen zu können.

Dass die Games-Branche eine Welt für sich ist, zeigte auch der jüngste Fall „Flappy Bird“, eines der beliebtesten Spiele des Jahres mit dem der Entwickler angeblich zuletzt 50.000 Dollar pro Tag durch Werbeeinnahmen verdient hat. Trotzdem hat er vorletzte Woche bekannt gegeben, das Spiel aus den AppStores zu entfernen, was für Diskussion und Spekulation sorgte. Es wird sowohl über rechtliche Probleme mit Nintendo, als auch persönliche Gründe gesprochen. Letzteres ist das was der Entwickler selbst auch als Grund auf Twitter veröffentlichte. „I cannot take this anymore“ schreibt er dort. Der Rummel um das Spiel wurde ihm wohl zu viel und hat den Entwickler nervlich ans Ende gebracht, was ihn zu seiner Entscheidung veranlasste.

Das Verrückte an der Geschichte: Auf ebay werden nun Smartphones zu absurden Summen versteigert, auf denen das Spiel noch installiert ist: http://www.ebay.com/sch/i.html?_sacat=0&_from=R40&_nkw=iphone+flappy+bird+installed

SMBR Author: Cornelia Müller

Den kompletten Artikel von Cornelia Müller findet ihr hier: Scout24

 

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